Projekttage an der Freibühlschule Engstingen: 18 Kinder erklimmen die Zugspitze

Ein unvergessliches Abenteuer erlebten 18 Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 und 9 der Freibühlschule im Rahmen eines außergewöhnlichen Projekts. Sie erklommen gemeinsam Deutschlands höchsten Berg – die Zugspitze. Nach intensiver Vorbereitung wurde die zweitägige Tour für alle Beteiligten zu einem eindrucksvollen Erlebnis voller Teamgeist, Ausdauer und Stolz.

Den Grundstein für dieses besondere Projekt legte die Schulleitung, die grünes Licht für die Planung gab. Anschließend investierten die Lehrkräfte Florian Möck, Tina Lanfermann und Bastian Straub viel Zeit in die Organisation. Von der Auswahl der Bewerberinnen und Bewerber über die Buchung der Knorrhütte, des Busses und der Zugspitzbahn bis hin zu Packlisten, rechtlichen Grundlagen, Sicherheitsvorkehrungen, Elternbriefen und -abend und der detaillierten Routenplanung musste an alles gedacht werden.

Unterstützt wurde das Lehrerteam von Referendarin Mona Abele. Das vierköpfige Betreuungsteam erwies sich während der Tour als besonders wertvoll, da die Kinder in ihrem jeweiligen Wandertempo individuell begleitet und unterstützt werden konnten. So gelang es schließlich allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, das gemeinsame Ziel zu erreichen.

Bereits um 5.45 Uhr begann die Reise an der Freibühlschule. Das Busunternehmen Kurzenberger brachte die Gruppe nach Ehrwald, dem Ausgangspunkt der Wanderung. Besonders erfreulich war, dass Firmeninhaber Karle Kurzenberger die Fahrt persönlich übernahm. Nach einer anspruchsvollen ersten Etappe erreichten die Schülerinnen und Schüler die Knorrhütte auf 2.052 Metern Höhe, wo sie die Nacht verbrachten. Bei der Ankunft wurden die Kinder von einer Bergschafherde überrascht, die auf dem Weg ins Tal war und dabei teilweise mit sensationellen Sprüngen von Fels zu Fels den Hang hinabsetzte.

Besonders positiv überraschten die Kinder ihre Lehrkräfte durch ihr Verhalten auf der Hütte: Statt ständig zum Smartphone zu greifen, saßen viele gemeinsam an den Tischen, spielten Karten und verbrachten den Abend in angenehmer Atmosphäre. Um 19 Uhr wurde ein Drei-Gänge-Menü serviert – Lauchsuppe, wahlweise Gulasch mit Reis oder Spaghetti Pomodoro sowie Schokopudding als Dessert. Auch das gemeinsame Matratzenlager wurde zu einem besonderen Erlebnis. Um 22 Uhr kehrte eine erstaunlich ruhige Nachtruhe ein.

Nach dem Frühstück um 6.30 Uhr begann am zweiten Tag der letzte und anspruchsvollste Abschnitt. Über steile Geröllfelder führte der Weg durch anspruchsvolles alpines Gelände. Anschließend ging es an Stahlseilen entlang steiler Felsflanken bis hinauf zur Gipfelplattform der Zugspitze.

Insgesamt legte die Gruppe 14,2 Kilometer zurück und bewältigte dabei beeindruckende 1.930 Höhenmeter. Um 10.24 Uhr erreichte die erste Gruppe die aufgrund des Nebels verhüllte Gipfelplattform. Nach und nach kamen auch alle weiteren Kinder sicher oben an. Nach der wohlverdienten Stärkung mit Schnitzel und Pommes entstand das gemeinsame Gruppenfoto.

Ein kurzer Moment, in dem sich die Sonne zeigte, eröffnete einigen Teilnehmerinnen und Teilnehmern sogar die Möglichkeit, noch bis zum berühmten Gipfelkreuz zu wandern. Dieser besondere Augenblick machte den Abschluss des Projekts perfekt und ließ die zweitägige Tour in purem Stolz gipfeln.

Mit der Zugspitzbahn ging es anschließend wieder hinunter ins Tal, wo der Bus bereits auf die Gruppe wartete. Wie zu erwarten war, verlief die dreieinhalbstündige Heimfahrt ausgesprochen ruhig – fast alle Kinder schliefen erschöpft ein und träumten vermutlich noch von ihrem außergewöhnlichen Abenteuer.

Ein solches Projekt wäre ohne großzügige Unterstützung nicht möglich gewesen. Ein besonderer Dank gilt den Hauptsponsoren Munz Service Center in Engstingen sowie der Eishalle Reutlingen. Ebenfalls bedanken möchte sich die Freibühlschule bei den weiteren Sponsoren Bischoffs Hotel in Bad Urach und Knodel Hubarbeitsbühnen in Mägerkingen für ihre wertvolle Unterstützung.

Da ein solches Erlebnis alles andere als selbstverständlich ist, möchten wir außerdem allen teilnehmenden Schülerinnen und Schülern herzlich gratulieren: Jakob, Luka, Finn G., Nico, Max, Philipp, Lasse, Simeon, Mick, Luca, Tom, Jella, Jana, Finn K., Jakub, Gabriel, Luis, Lukas. Sie alle haben mit Durchhaltevermögen, Teamgeist und großem Einsatz eine beeindruckende Leistung vollbracht.

Die Freibühlschule blickt mit großer Freude auf dieses gelungene Projekt zurück und hofft, auch im kommenden Jahr wieder eine solch besondere Bergtour gemeinsam verwirklichen zu können.

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